Aprikosenküsse | Mit Autoreninterview

22:50

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (15. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442483905
  • ISBN-13: 978-3442483907













Darum geht  es:

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!
Meine Meinung:
Ich hab noch nie so sehr bei einem Klappentext schmunzeln müssen wie bei diesem. Das Buch war einfach nur wunderschön. Die Charaktere waren so greifbar, tief und sehr liebevoll beschrieben. Der Perspektivenwechsel zwischen Hanna und Fabrizio war sehr erfrischend. Das Ende war allerdings vorhersehbar. Aprikosenküsse ist meiner Meinung nach nicht einfach nur ein flacher Liebesroman , es ist eine schöne Sommer- und Familiengeschichte. Die Location kommt beim Lesen richtig rüber, man fühlt sich als wäre man im wunderschönen Italien. 
Den Schreibstil von Claudia Winter empfand ich als sehr angenehm, man kam gut in das Buch rein. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach sehr gelungen.
Das Cover zeigt passend zum Titel Aprikosen und ist sehr schlicht gehalten.

Fazit: Wenn man gerade auf Diät ist, sollte man dieses Buch meiden, denn die kulinarische Seite wird beleuchtet. Jeder der einen guten soliden Liebesroman liebt der, den Leser reisen lässt, ist mit Aprikosenküsse gut beraten.

Meine Bewertung: 
Inhalt:  9/10
Stil: 10/10
Cover: 4/5 

= 23/25 = 92 = sehr gut - ( 1-) = 


INTERVIEW MIT CLAUDIA WINTER


Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Vor "Aprikosenküsse", die sowohl in englischer als auch türkischer Sprache übersetzt wurden, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. 
Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. 

Homepage der Autorin:
www.c-winter.de
www.c-winter.de/deutsch/carolin-wunsch/
Facebookseiten:
https://www.facebook.com/cwinmail/
https://www.facebook.com/Carolin-Wunsch-1493273164310104/?fref=ts

Timo: 
Wie bist du auf die Idee gekommen, deine Romane kulinarisch anzuhauchen? 

Claudia:
Ganz einfach. Ich koche und esse furchtbar gern und beschäftige mich auch viel mit Themen rund um den Genuss. Essen zu zelebrieren, mit Freunden, mit dem Partner gehört für mich einfach zum Leben dazu, es ist die Grundlage für Freundschaften, Heimeligkeit, Geborgenheit, Zuhause, was wiederum zentrale Themen meiner Romane sind.  Meine Bücher spiegeln von daher auch meine Leidenschaft für Kulinarisches wieder.

Timo:  
Was hat dich beim Schreibprozess immer wieder inspiriert?
 Claudia : 
Erlebnisse mit kleinen und großen Menschen, Filme, die mich zum Lachen oder Weinen gebracht haben,  Autorenkollegen(innen), die eindeutig besser sind als ich, die Landschaft, die während einer Bahnfahrt vorbeifliegt, mein Hund, meine Rosen, der Blick aus dem Küchenfenster in den Garten, eine Urlaubsreise, ein gutes Gespräch mit einem lieben Menschen bei einem Glas Crémant … im Grunde ist man doch von inspirierenden Dingen und Wesen umgeben. Man muss nur lernen, hinzusehen.

Timo:
Wie empfandest du den Schreibprozess ?
 Claudia:
Mal leicht, mal mühsam. Schreiben erfordert unglaublich viel Disziplin, Durchhaltevermögen und ein hohes Maß an Frustrationstoleranz. Aber dann gibt es auch diese Momente,  in denen die Finger über die Tastatur fliegen, weil man nur den Film aufschreiben muss, der ganz selbsttätig vor dem inneren Auge abläuft. Das sind die guten Tage. 

Timo:
In Aprikosenküsse ist das Setting jetzt ja nicht gerade vor der Haustür, welche Erfahrung hast du selbst mit deinem Setting gemacht?


Claudia:
Ich kenne Italien aus zahlreichen Urlaubsreisen und die italienische Mentalität aus dem eigenen Freundeskreis.  Den Rest erledigt die wunderbar bunte Welt des Internets.

Timo:
 Welche Stelle aus deinem Roman ist deiner Meinung nach die emotionalste? 
Claudia:
Für mich ist es tatsächlich die letzte Szene und der Epilog, den ich natürlich an dieser Stelle nicht weiter ausführen möchte. Es soll ja spannend bleiben. 😉
Timo: 
 Welche Projekte stehen bei dir an?
Claudia:
Im Oktober diesen Jahres erscheint mein neuer Roman „Glückssterne“ beim Goldmannverlag. Eine Geschichte, die in Schottland spielt und mit viel Regen aber auch ganz schön viel Herzklopfen aufwartet, wie gewohnt umrahmt mit ganz besonderen Haupt- und Nebenfiguren.  Für mich bisher das beste Buch, das aus meiner Feder geflossen (und ab und an auch getröpfelt)  ist.
Im Augenblick schreibe ich eine eigene Geschichte für eine Nebenfigur aus den Aprikosenküssen. Claire, die beste Freundin der Protagonistin, führt uns von Berlin nach Paris bis in die Bretagne, und die freche Französin sorgt vor allem in der Provinz für einigen Aufruhr.





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